„Wir sehen die Dinge nicht wie sie sind, wir sehen sie so, wie wir sind.“ (Anaïs Nin)

März 19, 2015|Posted in: Artikel|By

Was siehst Du auf dem Bild?
Ein Sommertag, der hätte schön werden können, würde es nicht schütten wie aus Eimern oder einen Sommertag der schön ist, schließlich regnet es grade und Du musst heute Abend nicht noch eine Stunde lang den Garten gießen!
Den Blickwinkel auf eine Situation zu verändern kann uns helfen eine größere Zufriedenheit zu erreichen.
Ist das bereits Coaching?

Coaching ist in aller Munde und erfreut sich einer zunehmenden Akzeptanz und Beliebtheit.
Egal ob beruflich oder privat, überall gibt es mannigfaltige Angebote.
Allein von uns Autoren arbeiten drei als Coaches.
Astrid & ich sind ausgebildete systemische Coaches, Christian Z. ist ebenfalls Coach und Success Team Leader.

Aber für wen ist denn so ein Coaching überhaupt geeignet und für wen nicht?
Ich habe Euch mal meine Checkliste zusammengestellt.
Wenn mehrere Punkte auf Euch zutreffen, könntet ihr von einem Coaching durchaus profitieren:

. Ich stecke in einer Situation fest, finde keinen passenden Weg, um weiter zu kommen.
. Ich stehe vor einer Entscheidung und weiß partout nicht, wie ich sie richtig treffen soll.
. Ich befinde mich in einem Konflikt. Wahlweise mit mir selbst oder mit Anderen.
. Meine bisherigen Strategien, um bestimmte Dinge zu erreichen oder zu bewältigen, funktionieren nicht (mehr).
. Mein Hirn und mein Bauch streiten sich ständig, wer eigentlich die Entscheidungen trifft.
. Ich glaube zu wissen, was ich nicht will, aber nicht, was ich stattdessen eigentlich will.
. Ich bin mir bezüglich meiner Stärken und Schwächen unsicher.
. Mir fehlt die Verbindung zu meinen Gefühlen und eigentlichen Wertvorstellungen.
. Ich habe manchmal das Gefühl mich selbst zu sabotieren.
. Meine Muster und Glaubenssätze beeinflussen mich mehr als mir lieb ist.
. Das vor mir Liegende zu betrachten erscheint mir sinnvoller, als den Blick nach hinten zu wenden.

Selbstverständlich kann diese Liste noch um ganz viele weitere und individuelle Punkte ergänzt werden, aber ich denke es gibt einen guten Einblick, um was es im Coaching gehen könnte.

Wenn man weiß, wofür etwas hilfreich und nützlich sein könnte, muss man auch abgrenzen können, wann man sich besser auf andere Methoden verlassen sollte.

Mit Coaching kann man keine pathologischen Krankheitszustände behandeln.
Alle psychischen Erkrankungen gehören in eine Therapie.
Ein guter Coach ist in der Lage das zu erkennen und eine Therapie zu empfehlen.

Coaching (und ich spreche jetzt immer von der Art Coaching, wie ich es als systemischer Coach verstehe) ist kein Training. Ich vermittle keine Fähigkeiten.

Und Coaching ist auch kein Mentorentum, bei dem ich Jüngeren das weitergebe, was ich schon kann.

Auf was muss sich der Kunde, Klient oder Coachee einstellen, der zu einem Coaching kommt?
Er muss muss einen gewissen Veränderungswillen mitbringen und bereit sein Verantwortung zu übernehmen.
Coach und Klient arbeiten auf Augenhöhe miteinander.
Wer sich reines Konsumieren von Lösungen erwartet, wird diese nicht bekommen.
Vielmehr hilf ein guter Coach seinem Klienten durch fachlich fundierte Kommunikations – und Fragetechniken, Rollenspiele, Verfahren zur Aktivierung der rechten Hirnhälfte und Synchronisation mit der Linken, Visualisierungen, Perspektivwechsel und konstante Reflektion, seine Lösungen selbst zu finden.
Warum?
Weil wir nur für selbst erarbeitete Lösungen die passenden Fähigkeiten und die ausreichende Motivation haben, um sie umzusetzen.

Ist Coaching langwierig oder lebensbegleitend?
Nein, das widerspricht der Grundidee.
Ein guter Coach macht sich schnell entbehrlich, denn er hilft dem Kunden zu erkennen, wie er für sich in (Krisen)Situationen neue Strategien erarbeiten und diese dann auch umsetzen kann.
Hat er das einmal gelernt, kann er es beim nächsten Mal im Selbstcoaching bereits anwenden.
Selbstverständlich gibt es manchmal verschiedenen Themenbereiche, die man sich im Coaching anschaut, aber man geht nicht über mehrere Jahre einmal wöchentlich ins Coaching.
Ganz grob kann man sagen, dass es zu einem bestimmten Thema im Durchschnitt 1-3 Coachingsitzungen bedarf.

Was sind die speziellen Merkmal des systemischen Coachings?
Der systemische Ansatz kommt aus der Familientherapie der 50er und 60er Jahre und geht davon aus, dass der Klient immer innerhalb seines Systems (Familie, Berufsumfeld, Freundeskreis etc.) betrachtet werden muss. Verhaltensweisen der Systemmitglieder müssen betrachtet werden, da diese Probleme wechselseitig subjektiv konstruieren und dort der Ansatz liegt, sie auch wieder zu dekonstruieren.

Die Kausalität von Problem und Lösung ist tief in uns verankert. Der systemische Ansatz geht davon aus, dass Problem und Lösung unabhängig voneinander betrachtet werden können.

Desweiteren ist die systemische Grundhaltung der Humanistischen sehr nahe, die besagt, dass der Mensch an und für sich gut ist und danach strebt, sich permanent weiter zu entwickeln.
Wir gehen also NICHT von einem defizitären Gegenüber aus, sondern wertschätzen Menschen in der Vielfalt ihrer Ansichten.

Detailliertere Informationen zum systemischen Coaching können gerne unter: talk-about Coaching nachgelesen werden oder man kann über die Facebook Seite von talk-about Coaching mit mir in Kontakt treten.

Astrid Kellenbenz erreicht ihr in Kürze unter: Lumen Coaching (Seite noch im Aufbau) und Christian Zirnig  unter Coach Club.

So sieht das dann Visualisiert aus.
Thanks to: SmithLeadershipLLC

 

1 Comment

  1. Christian Z
    20. März 2015

    Leave a Reply

    Ein schöner Beitrag, liebe Kollegin!

    Und Danke für den Link zu meinem Coaching-Angebot!

    Ich bin beim Thema Coaching vollkommen mit dir auf einer Wellenlänge bis auf den Unterschied, dass ich die Erfahrung gemacht habe, dass Coaching auch über einen längeren Zeitraum sinnvoll sein kann, zum Beispiel um sicher zu stellen, dass mein Klient die beschlossenen Schritte, die sich aus seinem oder ihrem Perspektiv-Wechsel ergibt, auch tatsächlich erfolgreich umsetzt und mit ihm oder ihr Lösungen zu entwickeln für neue Hindernisse auf dem Weg, die bei den ersten Gesprächen vielleicht noch nicht sichtbar waren.

    Und schließlich verabschiedet sich der Coach einer Fußball-Mannschaft oder eines Profi-Rennfahrers ja auch nicht vor der Saison, weil sein Klient jetzt ja weiß, was er tun muss, um die Meisterschaft zu gewinnen 😉

    Herzliche Grüße und coach on!

    Christian

Hinterlasse einen Kommentar


*